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Museumsführer

Hier können Sie sich den Museumsführer der Dachstein-Tauern-Region im Überblick ansehen



Acht Heimatmuseen zwischen Dachstein und Tauern
Die Dachstein-Tauern-Region kann gerade auf dem kulturellen Sektor durch eine nahezu lückenlose Reihe von kleineren und größeren Museen punkten. Dabei ist der interessierte Gast keineswegs der Gefahr ausgesetzt, in jedem Ort ein „Heimatmuseum“ im langläufigen Sinn vorzufinden, in dem sich Urgroßvaters Tabakpfeife und Regenschirm in friedlicher Gemeinschaft mit landwirtschaftlichen Geräten und alten Fotografien befinden.
Zwischen der Austriahütte am Fuße des Dachsteins und dem Geburts- und Wirkungsort der steirischen Dichterin Paula Grogger in Öblarn im Anblick des Grimmings werden in sieben Museen die kulturellen Eigenheiten des Gebietes dargestellt.

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Ramsau am Dachstein #1

  

Geschichte: In der 1880 erbauten Schutzhütte der Sektion „Austria“ des Ö.A.V. wurde 1989 das erste Alpinmuseum der Steiermark eröffnet. Eine Erweiterung des Museums im Jahre 1995 ermöglichte der Ausbau der naturgeschichtlichen Schau ( Geologie, Tier- und Pflanzenwelt).
Schwerpunkte: Darstellung des erdgeschichtlichen Werdeganges des Dachsteinmassivs als Teil der nördlichen Kalkalpen mit Zahlreichen fossilen Zeugen. Ebenso wurde den in jüngster Zeit gesammelten Forschungsergebnissen über die Felsritzbilder des Dachsteinstockes und der prähistorischen Almwirtschaft im subalpinen und alpinen Bereich Raum gegeben. Vom Beginn des Alpinismus und der frühen kartographischen Erfassung des Gebietes, über die Versuche zur Bezwingung des Dachsteins bis zur wissenschaftlichen Erforschung durch Friedrich Simony wird die Erschließung im 19. Jahrhundert dargestellt. Dem Schlüsselstück des Dachsteinstockes – der Dachstein-Südwand – und den Pionieren der verschiedenen Routen gilt eine eigene Dokumentation. Das alpine Rettungswesen, die jüngste technische Erschließung des Dachsteins, Dachsteinliteratur und eine kleine Ansichtskartenauswahl von einst ergänzen die Schau.

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Ramsau am Dachstein #2

  

Geschichte: Das Museum ist in einem der wenigen Häuser in der Ramsau untergebracht, in dem der historische Baubestand des salzburgisch-tirolerischen Hofes mit Schwerdach (einst typisch für die Ramsauer Hauslandschaft) vollständig erhalten geblieben ist (1732 erbaut).
Schwerpunkte: Der Großteil der Einrichtung ist ursprünglich und gibt Aufschluß über Lebens- und Arbeitsweise der Ramsauer Bauern von einst. Original ist auch die Raumverteilung („Stübl“, „Schönkammer“ etc.). Besondere Themenkreise sind der bäuerliche Lebenslauf von der Geburt bis zum Tod, das Almleben sowie das „Störhandwerk“ . Die Ramsau als erste Toleranzgemeinde in der Steiermark nimmt in der evangelischen Religionsgeschichte eine besondere Stellung ein. Daher ist ein Raum im Heimatmuseum der Entwicklung der evangelischen Glaubensgemeinde gewidmet (Zeugnisse der Reformation, Gegenreformation (Geheimprotestantismus) und Toleranz). Im Wirtschaftsgebäude sind Gräte für die landwirtschaftliche Arbeit untergebracht. In einem eigenen Schauraum finden alljährlich Sonderausstellungen im Rahmen des Ramsauer Frühlingsfestes statt.

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Schladming

  

Geschichte: Das Haus, 1661 war früher die „Bruderlade“ ein Versorgungshaus für kranke Bergleute, sowie für Witwen und Waisen verunglückter und verstorbener Knappen.
Schwerpunkte: Die Bergbautradition der Region – dargestellt durch Zeugnisse des einstigen Bergsegens in den Schladminger Tauern. Von besonderer Bedeutung ist die Kopie des „Schladminger Bergbriefes“, verfasst vom Bergrichter Leonhard Eggelzain im Jahre 1408, der zum Vorbild für andere Bergordnungen des In- und Auslandes wurde. Eine große Zahl von Mineralien – typisch für das Kristallin der Schladminger Tauern – und bergmännisches Arbeitsgerät vervollständigen die Schau.Die Geschichte Schladmings wird dargestellt durch die markanten Ereignisse – Bauernkrieg (1525) – Reformation und Gegenreformation, sowie durch Streiflichter aus den Bereich Handwerk, Wirtschaft, Tourismus, Sport sowie des Vereinslebens. Ein besonderer Themenkreis umfasst für Schladming spezifisches Brauchtum und die Faschingstratition. Während der Sommermonate (Mai bis Oktober) sind im Freigelände ein bäuerlicher Hausgarten sowie landwirtschaftliche Arbeitsgeräte zu besichtigen.

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Haus im Ennstal

     

Geschichte: Der ehemalige Schüttkasten (Zehentspeicher) des Pfarrhofes Haus (erbaut im 15. Jhdt), später als Theatersaal und Depot verwendet, wurde 1974 zum Dekanatsmuseum umgestaltet.
Schwerpunkte: Entsprechend der einstigen Bedeutung von Haus als geistliches und geistiges Zentrum des oberen Ennstales (928 urkundlich erstmals genannt), ist der Geschichte und Religionsgeschichte dieser Landschaft besonderer Raum zugemessen. Das Museum gliedert sich in drei Themenkreise: Historische Entwicklung (Kirchengeschichte, Verwaltungsgeschichte, Bauernkrieg, Reformation, Gegenreformation, Toleranz); Religiöse Volkskunde (Volksglaube, Jahrlauf, Lebenslauf, Wallfahrten, religiöse Vereine);Christliche Kunst (Beispiele sakraler Kunst aus dem Bereich des ehemaligen Dekanates Haus i. E., Originale und Fotodokumente).

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Gröbming

  

Geschichte: Durch eine von Reg.-Friedrich Pripitzer gewidmete Mineraliensammlung wurde der Grundstein für das Gröbminger Heimatmuseum gelegt, das im Jahre 1992 eröffnet wurde.
Schwerpunkte: Eine umfassende Dokumentation der Forschungsergebnisse des Vereines „ANISA“ vermittelt den Besucher anhand von Fotos und Abgüssen einen Eindruck von den zahlreichen Felsritzbildern im östlichen Teil des Dachsteinstockes, sowie von der hochalpinen prähistorischen und historischen Almwirtschaft auf dem östlichen Dachsteinplateau. Weitere Schwerpunkte des Museums sind: Siedlungs- und Kirchengeschichte, Bauernleben und Schule, womit dem Museumsbesucher Einblick in die kultur- und wirtschaftsgeschichtliche Entwicklung des Gröbminger Raumes geboten wird. Im Rahmen einer jährlichen Sonderausstellung werden aktuelle Themen aufbereitet.

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Öblarn #1

  

Geschichte: Nach dem Tod der Dichterin Prof. Paula Grogger (1984) wurde ihr Wohnhaus zu einer Gedenkstätte gestaltet. Der Arbeits- und Wohnbereich blieb im ursprünglichen Zustand. Das Haus ließ Paula Grogger aus den Einkünften ihres bedeutendsten Werkes, dem Roman „Das Grimmingtor“ erbauen und bezog es im Jahre 1933.
Schwerpunkte: Neben den im ursprünglichen Zustand belassenen Wohn- und Arbeitsräumen wurde im Dachgeschoß des Hauses ein Ausstellungsraum gestaltet, in dem das Leben und Wirken der Dichterin gezeigt wird. Breiter Raum ist dabei dem historischen Werk und den Festspielaufführungen seit 1936 gewidmet. Originalkostüme aus dem Spiel werden in einer Großvitrine gezeigt.

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Öblarn #2

  

Geschichte: Im Zusammenhang mit dem 200-Jahr-Jubileum der Pfarre wurde 1986 das Museum in der alten Volksschule, dem heutigen Pfarrheim, eröffnet.
Schwerpunkte: Erinnerungen an Öblaner Persönlichkeiten, die auf den Gebieten der Malerei und Graphik, der Literatur und der Wissenschaft tätig waren. Zahlreiche Beispiele der Volksfrömmigkeit, sowie eine Dokumentation der Flurdenkmäler des Öblaner Pfarrgebietes. Religiöse Kunst. Geschichte des Kupferbergbaues im Walchental bei Öblarn.

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Naturpark Sölktäler

  

Geschichte: Das Hochschloß Großsölk wurde 1341 erstmals als Landesfürstliches Lehen der Herren von Pettau erwähnt. 1617 wurde das Schloß an den Jesuitenorden verkauft. Nach Auflösung des Ordens wechselten oftmals die Besitzer von Großsölk .Das älteste, historische wertvolle Gebäude der Sölktäler wurde in mehrjähriger Arbeit vollständig revitalisiert und vom Naturparkverein als „Naturparkhaus“ (Bildungs- und Dokumentationszentrum) adaptiert.
Schwerpunkte: 500 Millionen Jahre Erdgeschichte Sölktäler werden ebenso dokumentiert wie die landschaftsformende Wirkung des eiszeitlichen Gletschers vor 15.000 Jahren. Die Land- und Almwirtschaft der Sölktäler sowie die Geologie, mit der wir täglich konfrontiert sind. Ein Hörspiel besonderer Art liefert auf Knopfdruck die „Auerhahnbalz“, dreidimensionale Schmetterlingsdiorahmen geben Einblick in die Wunderwelt dieser Tiere in den Sölktälern. Auch über die bewegte Geschichte der Sölktäler, wie z.B. das Säumerwesen oder wie Erzherzog Johann die Kartoffel in die Sölktäler brachte, kann man sich informieren.

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